Israels Südwesten: Totes Meer, Massada, En Gedi und zurück nach Tel Aviv

Am nächsten Tag ging es endlich los in den Süden. Wir freuten uns hier besonders wegen dem Wetter drauf, da es in den ersten Tagen doch öfters recht kalt war.  Im Süden bzw. am Toten Meer erwarteten uns sommerliche 22-25 Grad und man sah die ganze Zeit am Horizont Jordanien.

Blick von Israel nach Jordanien

Angekommen in En Gedi, gingen wir als erstes in den dortigen Nationalpark, welcher verschiedene Wanderrouten bietet, und welchen ich mir total anders vorgestellt hatte. Alle Bilder, welche ich zuvor gesehen hatte, zeigten eher eine grüne Oase. Wir sahen nur Wüste und Felsen. Trotzdem war es wunderschön,  jedoch anders wie erwartet.

Danach sind wir nach En Bokek gefahren, einem Badeort am Toten Meer. Man kann nicht überall ins Wasser, nur an den vorgesehenen Stränden. Man sollte maximal 10 Minuten im Wasser bleiben und sich danach sofort abduschen. Der Salzgehalt im Toten Meer liegt zwischen 28-33%.

Bevor wir zu diesem tollen Erlebnis kamen, stand uns noch ein Aufstieg nach Masada in den frühen Morgenstunden bevor. Masada ist eine ehemalige jüdische Festung, und seit 2001 in der Liste des Weltkulturerbes. Bekannt für atemberaubende Sonnenaufgänge. Unser Plan war ganz früh morgens den Schlangenpfad hochzuwandern, um bei Sonnenaufgang oben zu sein. Da zwei von uns extreme Höhenangst haben, recherchierten wir am Vorabend im Internet nochmal wie der Weg nach oben aussieht.  Uns war klar, dass wir es nicht bis ganz nach oben schaffen werden…wir wollten aber trotzdem mit.Um 5 Uhr fuhren wir los und mussten am Eingang feststellen, dass wir leider nicht die Einzigen waren. Ca. 100 Frühaufsteher warteten bereits am Tor auf Einlass. Also haben wir uns hinten angestellt und sind dann relativ schnell auch losgelaufen. Zwei von uns sind hoch auf den Berg, Sabi und ich sind nach ca. 1/3 der Strecke nicht weitergelaufen aufgrund der Höhe, dem Abgrund, dem Schotter und unserer Höhenangst.Wir suchten uns ein Plätzchen und beobachten den Sonnenaufgang von dort, welcher aber eher unspektakulär war. Leider…Danach wanderten wir langsam nach unten und genossen von dort tolle Ausblicke.



Nachdem die anderen zwei von ganz oben wieder zurückkamen, ging es zurück ins Hostel, um erstmal ausgiebig zu frühstücken.
Und dann kam endlich der Teil mit dem Toten Meer: In En Bokek angekommen, haben wir uns erstmal Schlamm gekauft und uns 4 Liegen gesucht. Ich bin dann relativ schnell das erste mal ins Wasser, was echt ein Erlebnis war. Erstens war es mega kalt, dann hat man halt keinen Sand unter den Füßen, sondern hartes Salz. Und dann gibt es tatsächlich sowas wie eine Gebrauchsanleitung für das Baden im Toten Meer. Man darf nur auf dem Rücken schwimmen, nicht mit dem Kopf unter Wasser, nicht länger als 10 Minuten, das Wasser darf nicht ins Gesicht, nicht geschluckt werden usw.Also ich muss sagen, es war mega…

Ich hätte da stundenlang drin schweben können, man fühlt sich einfach schwerelos, muss sich nicht bewegen sondern kann einfach nur auf der Wasseroberfläche liegen. Ein Traum!Später schmierten wir uns mit unserem gekauften Schlamm ein, was echt eine mega Sauerei gab, aber irgendwie wars lustig.Zum Abwaschen des Schlamms ging es wieder zurück ins Meer, was dann aber auch leider der letzte Besuch des Wassers sein sollte, da man dies ja leider nicht zu lange oder oft darf, da es sonst schädlich für die Gesundheit sein kann.

Am nächsten Tag ging sind wir morgens noch über eine Art Steg komplett aus Salz gelaufen, welcher tatsächlich bis nach Jordanien geht. So weit sind wir jedoch nicht gelaufen 😉


Anschließend ging es zurück nach Tel Aviv, jedoch nur noch zu dritt, da eine von uns in Israel blieb.Angekommen in Tel Aviv, gingen wir zum Strand und hielten unsere Nase noch ein wenig in die Sonne.

Beim Einchecken in unserem gebuchtes Apartment erlebten wir leider wieder eine negative Überraschung. Das Apartment war viel zu klein, überhaupt nicht wie auf den Bildern abgebildet und total schrecklich.Wir bekamen aber nach ewigem Hin und Her dann abends noch ein Upgrade. Witzigerweise bezahlt die Company, die die Wohnungen verwaltet, Geld wenn man sie positiv auf Booking.com bewertet. Daher auch der kleine Gap zwischen den Bewertungen und der Realität.
Und dann endete auch der letzte Tag in Tel Aviv, da am nächsten Tag bereits der Heimflug gehen sollte. Ob dieser geht weiss ich noch nicht…ich sitze aktuell noch im Flieger mit einer Verspätung von  3,5 Stunden… We will see…
Alles in allem kann ich aber sagen, dass Israel einfach toll ist, ich war letztes Mal bereits angefixt und etwas verknallt, jetzt bin ich Hals über Kopf verliebt.Die Freundlichkeit, Lebensfreude, das Essen, die Landschaften, die Kultur, die Geschichte und die ganzen schönen Menschen sind einfach traumhaft…
Ich komme wieder oder bleib halt gleich hier wenn der Flieger eh nicht geht 😉 

Tel Aviv und Jersualem No-2

In Tel Aviv angekommen freuten wir uns auf unser Hostel direkt am Strand. Jedoch nach dem Einchecken, als wir in unser Zimmer gekommen sind, kam das böse Erwachen. Unser Zimmer war nicht nur super klein und eng, sondern die komplette vordere Seite, der Vorhang und Teile meines Bettes waren verschimmelt.Nach einigem Hin und Her durften wir dann für eine Nacht das Zimmer wechseln und das Schimmelzimmer, welches wir liebevoll ‚Loch‘ nannten wurde am nächsten Tag für uns komplett gereinigt und der Schimmel zumindest oberflächlich beseitigt.Ansonsten war das Hostel bereits sehr in die Jahre gekommen, allerdings punktete es durch die mega tolle Dachterasse mit direktem Meerblick.


Am ersten Tag in Tel Aviv schlenderten wir durch die Altstadt, fanden endlich das Florentiner Viertel, welches ich beim letzten Mal nicht gefunden hatte. Das Viertel ist voller Streetart,  wir haben einfach die wundervolle Stadt und dessen Flair genossen. Für den Abend hatten wir in einem Restaurant in der Altstadt einen Tisch reserviert, gingen danach noch kurz zu der Bar in der ich letztes Jahr bereits ins neue Jahr gefeiert hatte, entschieden uns aber spontan doch zurück zum Hostel zu gehen.Dort war auf der Dachterasse relativ viel los und gute Stimmung, kurz vor Mitternacht sind wir allerdings an den Strand und somit quasi im Sand ins Jahr 2019 gestartet… Einen entspannteren Start ins neue Jahr hätte es kaum geben können.

Streetart im Florentiner Viertel


Am nächsten Tag liehen wir uns Räder, radelten die Beachfront hoch zum neuen Hafen und chillten danach noch ein paar Stunden am Strand, bevor wir zurück nach Jerusalem aufbrachen.


Zurück in Jerusalem, stand außer dem Tempelberg und dem Mahane Yehuda Markt nicht mehr so viel auf dem Plan.Über den Markt schlenderten wir gleich morgens und liefen anschließend wieder gemütlich durch die Altstadt Richtung Tempelberg, welcher ja nur zu gewissen Zeiten für ‚Nichtmoslems‘ begehbar ist. Den Eingang hierfür zu finden, gestaltete sich auch etwas schwierig, da uns gefühlt jeder in eine andere Richtung schickte. Falls Du mal in Jerusalem sein solltest- es ist der Holzsteg neben der Klagemauer ;).Danach ging jeder ein bisschen für sich durch die Altstadt, ich lies mich treiben, bummelte durch Gassen, trank leckere frische Fruchtsäfte und genoss einfach den Flair der dort einfach unumstritten wundervoll ist.Zurück in unserem ebenfalls wundervollen Apartment trafen wir uns alle wieder und gingen zum Ausklang des Abends nochmal auf den Mahane Yehuda Markt.

Israels Norden und Jerusalem Part 1

Nachdem ich vergangenes Jahr einen kurzen Eindruck von Israel bekommen durfte, wollte ich mir dieses Jahr das Land nochmal genauer anschauen und entschied mich für einen Roadtrip quer durchs Land…

Also gestartet wurde die Tour erstmal damit das wir eine extrem alte Klapperkiste als Mietwagen bekommen haben, der nicht nur dreckig sondern auch ganze schön technisch mitgenommen war.

Neben dem Klappern überall ist uns tatsächlich dann auf der Autobahnauffahrt der Kofferraum aufgesprungen und mein Koffer lag auf der Straße.

Gott sei dank ist nichts kaputt gegangen, wir haben jedoch erstmal den kompletten Verkehr aufgehalten um unsere Sachen wieder einzusammeln.

Angekommen in unserem wunderschönen Airbnb mit tollem Ausblick in Kiryat Tiv’on im Norden Israels haben wir erstmal versucht bei Europcar versucht den Mietwagen zu tauschen, was wir am nächsten Tag tatsächlich konnten, jedoch nicht im Ort sondern nochmal 80 km nördlich an der Grenze zum Libanon.

Die Fahrt hat sich allerdings gelohnt, und wir sind mit einem komplett neuen Auto zurückgekommen.

Dann konnte die Reise endlich beginnen…

Angefangen am See Genezarth sind wir verschiedene Punkte wie den Berg der Seligspeisung, die Brotvermehrungskirche, den Kapernaum Nationalpark sowie den Ort Tiberias angefahren.

Alles ganz nett, aber auch nichts atemberaubendes.

Der Anblick über den See fand ich persönlich noch am tollsten.

Dann ging es weiter nach Nazareth, da die Stadt sehr hügelig ist, konnten wir tolle Ausblicke über die Stadt von oben erhaschen auf unserem Weg ins die Verkündungsbasilika.

In letzter soll Maria erfahren haben, das Sie ein Kind in sich trägt…

die Verkündungsbasilika war toll, vor allem in der Abenddämmung, ein wunderschönes Gebäude sowohl von innen als auch von außen.

Am nächsten Tag wollten wir Akko und Haifa erkunden, leider machte uns das Wetter ein Strich durch die Rechnung und es regnete so ziemlich den ganzen Tag.

Wir erreichten Akko in strömendem Regen, haben uns davon aber nicht abhalten lassen und haben trotz Regen versucht diese wunderschöne Stadt zu erkunden.

Akko wird als orientalischste Stadt Israels beschrieben, und das war sie auch.

Es gab ganz tolle kleine Gassen,  Plätze und Bazare, welche mich sehr an Marokko erinnerten.

Leider war uns der Regen dann doch irgendwann zu viel, so das wir nicht alles sehen konnten und weiter nach Haifa fuhren.

In Haifa angekommen, hatten wir kurz schönes Wetter und konnten den Baha’i Garten kurz von oben bestaunen, bevor der Regen wieder einsetzte. 

Danach schlenderten wir noch kurz durch die Innenstadt, wo sowas wie ein Weihnachtsmarkt stattfand, und das am 29.12.?!

Tag 3 begann mit einem Routenwechsel, wir entschieden uns dem Wetter zu folgen und anstatt nach Tel Aviv, wie geplant zu fahren, erstmal nach Jerusalem.

Dort angekommen, sind wir klassisch die 4 Viertel in der Altstadt abgelaufen, angefangen im armenischen Viertel, durch das jüdische Viertel, dessen kleinen süßen Gassen mich letztes Mal schon mega fasziniert hat.

Danach sind wir zur Klagemauer und haben unsere am Vorabend geschriebenen Briefe hinlegt.

Anschließend sind wir alle Stationen des Kreuzweges abgelaufen und dabei in den Gassen des Muslimischen und Christlichen Viertel gelandet, in denen ich hätte Stundenlang rumschlendern können.

Aufgrund der fortschreitenden Zeit sind wir dann noch im strömenden Regen auf den Ölberg gefahrenen und dann ab ins Auto nach Tel Aviv wo eine böse Überraschung auf uns wartete…