Kenia Masai Mara und warum ich jetzt vielleicht ausversehen verheiratet bin…

Am nächsten morgen machten wir uns auf den Weg ins die Masai Mara.
Die Fahrt dahin war bereits ein Abenteuer, John sagte das die Fahrt ca.5-6 Stunden dauert, Google Maps zeigte mir 3,5 Stunden an.
Nach einiger Zeit auf recht guten Straßen verließen wir die Zivilisation und fuhren auf Straßen die man so garnicht mehr bezeichnen kann oder besser gesagt schleppten uns über Steinhügel.
Selbst der Landrover hatte mächtig zu kämpfen und wir hatten ein Durchschnittstempo von ca 20 km/h, und das auf über 7 Stunden hinweg.
Uns tat irgendwann alles weh, wir hatten überall blaue Flecken, da es uns im Auto nonstop hin und hergeschüttelt hat.
Irgendwann kamen wir aber nachdem wir bereits an unzähligen Massai Dörfern vorbeigefahren waren und die Bewohner mit ihrer wundervollen farbenfrohen Kleidung und ihrem tollen Schmuck bewundern konnten, in unserer gebuchten Lodge an.
Dort stellten wir recht schnell fest, dass wir die einzigen Gäste sind und es kamen die folgenden Tage auch keine weiteren.
So wurden wir von 2 Kellnern, 2 Köchen, 2 Managern, 4 Gärtnern und einer Putzfrau 3 Tage lang verwöhnt von vorne bis hinten. Angefangen vom Tee auf unsere Terasse, über Live Gitarrenmusik beim Essen, mehrgängige Menüs (inklusive Spinat und Maisbrei) und private Massai Gesangsvorstellungen beim Abendessen durch die Gärtner, die zufällig Masai waren.

Am ersten Tag in Massai Mara fuhren wir zu einem Traditionellen Massai Dorf, da wir dieses unbedingt anschauen und mit den Bewohnern in Kontakt kommen wollten.
Die Massai sind eine Volksgruppe in Kenia, welche noch sehr ursprünglich in ihren Nomaden Dörfern aus Lehmhütten leben und meistens echt große Rinder oder Ziegen Herden haben.
Ich hoffte auf etwas ursprüngliches und ‚echtes‘. Am Eingang des Dorfes wurde uns erstmal Kohle abgenommen, damit wir in das Dorf kommen konnten, mit der Erklärung das von dem Geld die Kinder in die Schule geschickt werden können, konnte ich jedoch leben.
Dann kam ein singender Trupp Massais aus dem Dorf und forderten uns auf mitzumachen, was sehr seltsam aber auch irgendwie cool war. Wir tanzten also gemeinsam durch die Kuhfladen welche überall in der Mitte des Dorfes lagen. Bekamen Unmengen an Schmuck umgehängt und wurden anschließend durchs Dorf geführt.

Während des Tanzens stellte der Häuptling des Dorfes sich direkt vor mich und starrte mir ganz seltsam in die Augen. Er erklärte mir dann das die Männer gleich vor uns hochhüpfen und das dann die Heiratswillige Frau eine Art Lanze vor demjenigen in die Erde stecken muss.

Da er mich dann bat dies bei ihm zu tun, fragte ich ob das nun bedeutet das wir verheiratet sind und ob ich jetzt hierbleiben muss, er lachte und sagte irgendwas was ich nicht verstand. Ich durfte das Dorf aber nachdem uns die Rituale erklärt wurden, wir die Häuser besichtigt hatten und die Dorfkinder kennengelernt hatten ohne Mann wieder verlassen.
Am nächsten Tag als wir die Massai des Dorfes wieder trafen umarmte er mich jedoch sehr freudig und fragte ob ich ihn noch kennen würde.

Die nächsten 2 Tage haben wir Pirschfarten durch diverse Gebiete der Masai Mara gemacht, und es war Mega schön.
Von Löwen, Geparden, Babylöwen über Krokodile und die ganzen anderen Tiere, die Mega Landschaften und die Sonnenuntergängen haben wir so viel gesehen…

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