Kenia Part 1 (Nairobi)

Nachdem ich nach Südafrika etwas Afrika angefixt bin, ging es diesmal nach Kenia.
Die Vorbereitungen/Reiseplanungen hier waren etwas aufwendiger, da mir mehrfach davon abgeraten worden ist, dies auf eigene Faust zu machen.
Dank einiger aufwendigeren Recherche stand aber irgendwann Route und Reiseverlauf.
In Nairobi angekommen, holte uns unser Fahrer/Guide John ab, welchen wir für die kommenden 10 Tage gebucht hatten.
Er brachte uns ins Hotel, welches das erste Schlechte von so einigen sein sollte.
Ein runtergekommenes Hinterhofhotel, die Moskitonetze waren bereits dunkelgrau und aufgrund des hohen Staubanteils im Zimmer bekam man kaum Luft.
Am nächsten Morgen fuhren wir mit John los durch Nairobi, erstmal durch die Stadt, er zeigte uns diverse Gebäude, Straßen, Parks usw die ich mir alle nicht merken konnte.

Dann fuhren wir zum Slum, da ich noch die Südafrikaerfahrung im Kopf hatte, bin ich natürlich davon ausgegangen das wir da jetzt durchlaufen.

Aber wir blieben in sicherer Entfernung stehen und John erzählt uns von Schiesserein, Kriminalität, kein Strom, kein fließend Wasser und jeder Menge Krankheiten…

Danach ging es weiter zum Sheldrick Wildlife Trust dort werden verweiset Babyelefanten aufgenommen und mit der Flasche aufgezogen. Wenn sie groß genug sind werden sie wieder ausgewildert.

Da die Elefanten sich nicht an die Menschen gewöhnen sollen, gibt es nur eine Stunde am Tag, in der man diese Besuchenkann.
Dementsprechend voll war es natürlich… Jedoch war es mega schön mit anzusehen wie die kleinen Elefanten spielten und sich mit der Flasche füttern ließen.
Direkt im Anschluss ging es zum Giraffe Center, welches direkt neben dem berühmten Giraffe Manor Hotel liegt.

Da ging es leider etwas komerzieller zu, man bekam Futter und konnte Giraffen füttern, sowie Fotos mit ihnen machen, ob das wohl artgerecht ist würde ich mal in Frage stellen.
Da wir jeweils 2 Koffer mitnehmen konnten und diese Dank ganz toller Hilfe mit sehr vielen Spenden für die Waisenkinder in Nairobi füllen könnten brachten wir diese nun dahin.
Ziemlich weit außerhalb war das Shelter Childrens home.
Auf einem relativ großen Stück Land waren hier in ziemlich kleinen Baracken ca 90 Kinder untergebracht.

Wir wurden umhergeführt, uns wurden Geschichten von Kids erzählt, wie dem 13 Jährigen Mädchen welches aus einer Kinderehe befreit worden ist, und welches mit 13 bereits einen einjährigen Sohn mitbrachte.
Erschreckende Geschichten, welche hier leider jedoch zur Tagesordnung gehören.
Wir lernten Kids kennen, von klein bis groß.
Konnten Teil 1 unserer Spenden loswerden, über den sie sich sehr gefreut haben. Und haben sehr viele Fragen der Kinder beantwortet. Vor allem die größeren waren sehr an unserem Leben, beruflichen Hintergrund und solchen Sachen interessiert.
Man merkte eindeutig, dass es dem Heim welches auch eine kleine Schule betreibt sehr wichtig ist, das aus den Kindern was wird später und viel Wert auf Bildung gelegt wird.
Das Heim finanziert sich durch Spenden, und durch eigene Farmwirtschaft sowie Viehzucht und wird nicht durch den Staat oder dergleichen unterstützt.
Im zweiten Heim, wurden wir wieder direkt rumgeführt, aber diesmal hatte jeder von uns direkt 3-4 Kinder an der Hand. Die Kinder stritten sich darum wer an die Hand darf und wichen uns nicht mehr von der Seite.

Dieses Heim war etwas größer mit über 130 Kindern, und hier hatte sogar jedes Kind ein eigenes Bett. Was im ersten Heim leider nicht möglich war.

Wir lernten die Heimmutter kennen, welche mit ihrem Mann einem Pfarrer gemeinsam vor 27 Jahren das Heim gegründet hat. Sie betete für uns und bedankte sich ebenfalls sehr herzlich für die Spenden, da auch dieses Heim keinerlei staatliche Unterstützung bekommt uns schauen muss wie es klarkommt sind sie sehr darauf angewiesen.
Die Kids tanzten noch für uns und wir spielten noch etwas mit Ihnen. Bevor es zurück in unser schreckliches Hotel ging, aber das Gefühl das wir hätten noch viel mehr Spenden sammeln und mitnehmen sollten ließ uns nicht los nachdem wir die Armut in den Heimen und teilweise zerrissenen Sachen, sowie kaputten oder garnicht vorhandenen Schuhe gehen hatten.

Ein Gedanke zu “Kenia Part 1 (Nairobi)

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