Kapstadt, Township die 2., Robben Island und der Signal Hill

Normalerweise bin ich ja kein Fan von geführten Touren und kompakt Touri Angeboten, jedoch haben wir aufgrund Zeitmangel und Faulheit ein genau solches in Kapstadt gebucht.

Wie erwartet war es anders wie gebucht, aber fangen wir mal von vorne an.

Wir wurden morgens pünktlich mit einem Kleinbus abgeholt und führen als erstes ins District Six Museum.

Distric Six war ein Bezirk in Kapstadt, welcher vorwiegend von freigelassenen Sklaven, Händlern, Künstlern, Arbeitern und Immigraten bewohnt worden ist.

Der Bereich wurde in den 60’ger Jahren gewaltsam geräumt und abgerissen um Wohnraum für ‚Weiße‘ zu schaffen.

Danach ging es in ein Township, am Anfang in ein dortiges Kulturcenter, in dem uns in verschiedenen Werkstädten Kunst und die Herstellung von Kunst gezeigt worden ist.

Danach ging es richtig rein ins Township, welches nicht zur vergleichen war mit dem Township in Knysna.

Es war viel dreckiger, ärmer und echt erschreckender.

Wir waren in einem Haus, in dem sich 20 Leute ein ca 20qm Zimmer teilen…

Wir wurden natürlich auch wie immer nonstop angebettelt, und haben unsere letzten Lebensmittel verteilt.

In Kapstadt gibt es Townships da geht nicht mal die Polizei freiwillig rein, also waren wir wieder in einem ‚relativ‘ sicherem, jedoch auch hier war irgendwie eine Anspannung zu spüren, in das Township wäre ich auf keine Fall alleine gegangen.

Nach dem Township ging es zum Hafen und auf die Fähre nach Robben Island.

Robben Island ist eine Insel vor Kapstadt, welche viele Jahre als Gefängnisinsel genutzt worden ist, auf der Nelson Mandela fast zwei Jahrzehnte eine vier qm Zelle bewohnte.

Die Überfahrt an sich war schon toll, die Sicht auf Kapstadt vom Meer aus war Mega.

Auf Robben Island angekommen würden wir auf Busse verteilt und über die Insel gefahren, der spannendste Teil war dann als wir den Gefängnistrakt von einem ehemaligen Häftling gezeigt bekamen.

Er erzählte uns viel über das Leben im Gefängnis, über Hungerstreiks um Betten zu bekommen, über die Angst das das Essen vergiftet sein könnte bis hin zu wie heimlich Nachrichten zwischen den unterschiedlichen Trakten getauscht worden sind.

Es war alles sehr interessant und ein wichtiges Stück der südafrikanischen Geschichte.

Erschreckend fand ich jedoch den Gedanken, dass die Gefängnisinsassen mehr (Wohn)-Komfort hatten wie manche Bewohner der Townships dies heute noch haben…

Man merkte unserem Reiseführer wie seine Gedanken während er erzählte immer wieder in die Vergangenheit abdriftetet und man sah ihm an, wie das Leben ihn gezeichnet hatte…

Abends sind wir noch auf den Signal Hill gefahren und haben wunderschöne Ausblicke genießen dürfen auf Kapstadt und Umgebung.

Am nächsten und letzten Tag haben wir klassisch Touri kram gemacht, sind mit den Hop on off Bussen gefühlt 3 mal durch Kapstadt und Umgebung gefahren und haben uns nochmal einen ganz guten Eindruck der City verschafft…

Man hätte in den Tagen sicherlich auch noch viel mehr machen können, angefangen von Abends mal essen gehen oder allgemein weniger im Hotel rumhängenden, aber das gilt eigentlich für die komplette Reise 😉

Abschließend kann ich sagen, das Südafrika ein wunderbares Land, mit einer traurigen Geschichte, wunderschönen Landschaften, tollen Tieren und einer Gastfreundschaft ist welche ich selbst erlebt habe!

Ich komme sicher irgendwann wieder…

Oudtshoorn, Hermanus, Stellenbosch und der Start in Kapstadt

Nach dem beeindruckenden Tag im Township kann eigentlich nicht mehr viel kommen, dachte ich. Wir sind dann nach Outsdoorn gefahren über den Swartenberg Pass (tolle Aussichten!) eine Stadt die bekannt ist für Ihre Straußenfarmen. Geplant war auch kurzzeitig sich ich eine solche anzuschauen, jedoch wurde uns vor Ort recht schnell klar das dies Tierquälerei ist und wir sind wieder gefahren.

Die Tiere waren ziemlich heruntergekommen und total zerrupft, teilweise hatten sie keine Flügel mehr. Und sahen eben nicht nach glücklichen Tieren aus.

Wirklich viel mit Umgebung erkunden war dann nicht, da leider Brände die Umgebung beherrschten und wir komplett eingenebelt waren.

So haben wir denn Rest vom Tag leider im Hotel verbringen müssen.

Am nächsten morgen sind wir ganz früh los nach Kapstadt, unterwegs wollten wir noch Hermanus was für seine Wale bekannt ist und Stellenbosch welches ein Weinanbaugebiete ist anschauen bzw. besuchen.

Auch wenn wir nur kurz in Hermanus waren war ich beeindruckt, die Stadt wirkt sehr gemütlich auf den ersten Blick, wunderschön war die Strandpromenade und die Klippen von denen man Wale beobachten konnte, waren sogar welche da!

Danach sind wir nach Stellenbosch gefahren, die Region um Stellenbosch ist bekannt für den Weinanbau, und wir waren auf der Suche nach klassischen,romantischen Weingütern mit langen Auffahrten und tollen Häusern, war aber nicht.

Wir haben das Weingut Lanzerac besucht und hier auch probiert und gekauft, und sicherlich war dies ein wunderschönes Weingut, aber irgendwie nicht das Postkartenmotiv wie wir es uns erhofft hatten.

Dann sind wir endlich nach Kapstadt aufgebrochen und haben unsere Tage in Kapstadt am blouberg Strand begonnen, was soll ich sagen? Ein wunderschöner kilometerlanger fast weißer Sandstrand, Türkises Wasser um als Panorama der Tafelberg, Hammer!

Danach sind wir noch kurz zur Waterfront und dann in unser Appartment.

Von diesem waren wir etwas enttäuscht, es war nicht schlecht aber irgendwie nicht das was wir erwarte haben, lediglich der Ausblick war Mega 🙂

Für den nächsten Tag war morgens eigentlich der Tafelberg geplant, da dieser aber Mega im Nebel stand sind wir erstmal Richtung Kap gefahren.

Unterwegs haben wir natürlich am Boulders Beach an gehalten um die Pinguine zu bestaunen, erschrocken wahren wir hier er über den hohen Eintrittspreis von über 10 Euro, dafür das wir uns frei lebende Pinguine anschauen!?!

Ok die Pinguine waren süß und es hat mega Spaß gemacht sie zu beobachten, trotzdem etwas viel Eintritt.

Danach sind wir weiter zum Kap der guten Hoffnung gefahren, auch hier wieder mal Eintritt der unverhältnismäßig war, aber man ist ja nur einmal dort…

Das Kap an sich ist ein Nationalpark in dem man auch hätte sicherlich ganz toll wandern gehen können, hierfür uns aber leider die Zeit.

Wir haben das Kap und ein paar Aussichtspunkte besucht, war ganz toll landschaftlich aber hat mich jetzt auch nicht um gehauen.

Ich denke die vielen anderen Touristen haben hier er die Atmosphäre kaputt gemacht, wobei wir noch Glück hatten, als wir wieder zurück nach Kapstadt gefahren sind sind uns unzählige Busse entgegen gekommen… Also falls ihr mal zum Kap fahren wollt‘ macht dies ganz früh!

Dann stand endlich der Tafelberg auf dem Plan, wir hatten Glück es war nichts los.

Da ich jedoch eine Memme bin bin ich trotz gekauftem Ticket nicht in die Gondel eingestiegen…

Es war mir einfach zu hoch und zu steil…

Nach dem Tafelberg sind wir zum Camps Bay Beach gefahren wo ich ein bisschen spazieren gegangen bin und einen der schönsten stadwtstrände den ich je gesehen habe bestaunen konnte…

Wie es in Kapstadt weiterging gibts im nächsten Beitrag 🙂

Knysna und warum das Township der tollste Ort der Welt war…

Angekommen in Port Elisabeth, war eigentlich geplant das wir gemütlich nach Knysna fahren und unterwegs diverse Stops machen, war dann aber nicht…

Unsere Lodge in Knysna war der Hammer, ein Riesen Wohnzimmer mit Küche, zwei Schlafzimmer, zwei Bäder… Alles aus Holz und wunderschön eingerichtet.

Wir waren zwar nur in 2. Reihe aber das Meer bzw. die Lagune von Knyna war trotzdem sichtbar.

Nur 2 Minuten zum Laufen entfernt gab es einen wunderschönen Aussichtspunkt.

Am ersten Tag in Knysna sind wir auf den Spitskop gefahren, ein Berg mit einem grundsätzlich wunderschönen Ausblick, leider war alles abgebrannt. Seit dem letzten Jahr wird Knysna leider regelmäßig von Feuern heimgesucht was super schade ist da es wunderschön ist.

Danach sind wir in ein Tier Resort Gefahren einem grundsätzlich vertretbaren Resort in dem verletze Tiere aufgepäppelt und wieder ausgebildet werden.

Jedoch werden auch Tiere dort gehalten um Touristen Eintritt abverlangen zu können um ersteres finanzieren zu können.

Ich bin zwiegespalten wie ich das finden soll.

Dort haben wir auch endlich einen männlichen Löwen gesehen, dann auch noch einen weißen, was äußerst selten ist.

Weiterhin Leoparden als auch andere Raubkatzen.

Danach haben wir uns im üblichen Speedtourismusverfahren noch kurz Plettenbergbay angeschaut, nettes Örtchen mit schönem Strand.

Am nächsten Tag, kommt mein bisheriges Highlight der Reise der Township Tag mit Peggys Tour.

Da es mit Soweto ja leider nicht geklappt hat wollten wir uns wenigstens das Township von Knysna anschauen. Wir hatten eine Tour gebucht welche ethisch vertretbar wirkte und wurden vom Hotel abgeholt, mit einem Minibus ging es los. Unsere Townshipführerin Konga erzählte uns direkt das es nicht gefährlich ist und die Leute im Township sich sogar freuen wenn „weiße“ sich für Sie interessieren, da die Apartheit zwar vorbei wäre aber es immer noch viel Rassentrennung gibt. Somit sind die Townshipbewohner happy wenn man keine Berührungsängste hat.

Sie führte uns durchs Township, zeigte uns Häuser in dem auf minikleinem Raum so viele Menschen wohnten das man es sich kaum vorstellen kann.

Wie z.B. In diesem Zimmer schlafen 11 Personen!

Konga lebt selbst dort und kannte gefühlt jeden der uns begegnete, alle waren super freundlich, posierten für Fotos und strahlten uns durchweg dauerhaft an.

Nachdem wir uns in einem lokalen Minisupermarkt mit Keksen und Obst eingedeckt hatten gingen wir in den lokalen Kindergarten.

Dort wurden wir mit einem Lied begrüßt und haben dann mit den Kids spielen können und ich habe glaube ich noch nie so viel gelacht.

Die Kinder hingen an uns wie fliegen, teilweise haben sich 8 Kinder gleichzeitig auf mich gestürzt.

Haben sich an mich gekuschelt, meine Haut berühren wollen, meine Haare geflochten und sind mit meinem Rucksack spazieren gegangen.

Die Kinder haben sich an mich gekuschelt als ob sie mich ewig kennen würden, das Gefühl was so viel Zuneigung ausgelöst hat war unbeschreiblich!

Natürlich haben wir dann auch noch unser gekauftes Essen verteilt, danach mochten sie uns noch mehr 😉

Irgendwann war es leider Zeit den Kindergarten wieder zu verlassen, wir fuhren weiter und hielten unter anderem bei einem lokalen Friseur, welche dort wie alle anderen Läden auch in einem Container sind.

Wir haben eine Frau besucht welche jede Woche für 190 Kinder Mittagessen kocht und haben noch diverse andere Stopps gemacht.

Als wir auf dem Rückweg waren, fuhren wir an einem Waisenhaus vorbei.

Ich bat Konga kurz zu halten, wir gingen kurz rein und ich machte mit der Direktorin einen Termin für später am Tag aus wo wir wiederkommen durften und das Haus besichtigen sowie mit den Kindern spielen.

Als die Tour vorbei war, haben wir kurz unser Auto geholt und sind direkt wieder ins Township. Mega gespannt wie es ist ohne Konga, mit welcher wir jedoch für den Abend wieder verabredet waren, sein wird im Township.

Wir fuhren im Township von Shop zu Shop und kauften alles an Obst, Gemüse und Brot was wir bekommen konnten.

Wir wurden so ziemlich vor jedem Shop angebettelt und verteilten relativ schnell wieder alles was wir gekauft hatten.

Ein Mann fragte mich ob ich ihm 20 Rand geben würde, da ich kein Freund davon bin Geld zu geben habe ich ihm angeboten ihm zu kaufen was er braucht, er hat sich eine Packung Brot, eine Milch und einen Kohl ausgesucht. Ich habe noch nie so viel Dankbarkeit gesehen wie in dem Moment.

Zwischendurch sind wir an etwas vorbeigefahren was wie ein Club aussah wo laute Musik rauskam, hier waren wir morgens schonmal vorbeigekommen, und waren natürlich neugierig.

Also ganz mutig einfach mal da rein gelaufen… Wir wurden natürlich erstmal angeschaut wie Aliens, aber nach einigen Momenten hatten wir plötzlich zig Leute um uns rum die alle mit uns reden wollten, jeder begrüßte uns, wollte uns einen Platz anbieten, mit uns tanzen, mit uns was trinken, uns irgendwas zeigen… Es war krass.

Ich muss jedoch dazusagen das hier mitten am Tag auch schon einige sehr betrunken waren, eine Frau die an uns hing wie eine Klette wirkte ziemlich stoned und damit ziemlich unheimlich.

Nach ca 20 Minuten haben wir den Club dann wieder verlassen, das war doch etwas viel Aufmerksamkeit für uns und widmeten uns wieder unserer Einkaufstour.

Irgendwann haben wir es geschafft den Kofferraum doch mal voll zu bekommen und sind damit zum Waisenhaus gefahren.

Wir hätten natürlich auch alles einfach in einem der großen Supermärkte in der Stadt kaufen können, uns war es aber wichtig das wir die Wirtschaft im Township unterstützen.

Im Waisenhaus haben wir alles abgegeben und durften dann auch hier mit den Kindern spielen, in dem Haus leben aktuell 42 Kinder zwischen 0-18 Jahren.

Wir durften hier leider keine Bilder machen, jedoch war es ähnlich wie morgens im Kindergarten, die Kids klebten an uns.

Es waren so tolle Wesen, welche uns sofort ins Herz geschlossen haben und ich sie…

Diese Momente mit den Kindern waren einfach unbeschreiblich schön.

Trotzdem mussten wir irgendwann gehen da Abendessenszeit war für die Kinder.

Konga die wir zwischenzeitlich wieder eingesammelt hatten hat uns dann zu sich nach Hause eingeladen.

Dort haben wir einen Teil ihrer Familie kennengelernt, ihre Kinder haben uns dann direkt noch ihr musikalisches Talent zeigt und die Tochter uns zwei wunderschöne Lieder aus der Kirche (Kongas Mann ist Pfarrer) gesungen welche der Sohn auf dem Keyboard begleitet hat, und er hat uns noch was auf der E-Gitarre vorgespielt.

Ein toller Ausklang des Tages im Township.

Zusammenfassend muss ich sagen, ich habe noch nie so viel Armut und Lebensfreude auf einmal gesehen. Die Menschen dort genießen einfach was sie haben und haben uns durchweg mit offenen Armen aufgenommen unabhängig davon ob sie was von uns bekommen haben oder nicht.

Der Tag im Township wird bei mir noch lange nachwirken und ich habe hier auch für mich einiges mitgenommen… Man muss nicht viel haben um glücklich zu sein, und vor allem muss man nicht viel haben um Anderen mit einem Lächeln zu begegnen….

St. Lucia oder auch wo Nachts die Nilpferde die Stadt unsicher machen

Von Swaziland ging es weiter nach St. Lucia, ist quasi ein einziger Wetlandpark und dafür berühmt das es jede Menge Flusspferde und Krokodile gibt.

Angekommen in unserer Lodge welche wieder mal toll war haben wir beschlossen die Stadt kurz zu Fuß zu erkunden, nach Tagen fast nur im Auto, tat das mal ganz gut.

Wir wollten zum Strand laufen und haben den etwas längeren Weg gestartet der etwas außenrum über einen bordwalk gegangen wäre, überall waren Warnschilder vor den Hippos und auch die Lady im Hotel hatte uns bereits gewarnt das wir auf keinen Fall nach Sonnenuntergang durch die Stadt laufen sollten weil da überall Hippos wären… Moment! Hippos in der Stadt? Ja gibt’s da… Dazu gleich mehr…

Leider konnten wir den Weg zum Strand nicht fortsetzen da ein freundlicher Polizist und warte das dort gerade jemand mit dem Messer bedroht worden ist, und sie denjenigen grade noch suchen würden. Das war das einzige Mal in Südafrika wo wir mit Kriminalität in Berührung kamen! In dem ach soooo gefährlichen Südafrika 😉

Am nächsten Tag fuhren wir durch den Ismangaliso Wetlank Park Zum Cape Vidal, ein wunderschöner Strand mit tollem Ausblick erwartete uns hier, zurück über verschiedene Aussichtspunkte und jede menge Tiere die auch hier zu sehen waren.

Zurück in St. Lucia haben wir eine Bootstour durch die Wetlands gemacht wo wir nochmal Hippos aus nächster Nähe bestaunen konnten.

Abends im Hotel lies uns das m ist den Hippos welche durch die Stadt laufen aber irgendwie nicht los, also sind wir ins Auto gehüpft und haben das kleine Örtchen gefühlt 25 mal abgefahren, mit Stirnlampe und Fernlicht bewaffnet sind wir unsere Kreise gedreht und haben auch die von der Dame an der Rezeption eingezeichneten Straßen wo sich die Hippos am liebsten aufhalten da 15 mal passiert. Leider ohne Erfolg… Keine Hippos in the City an dem Abend. Vielleicht auch ganz gut so, da dies sehr aggressive Tiere sind und laut Aussage des Rangers auf dem Boot, das Tier welches die meisten Menschen auf dem Gewissen hat in Südafrika…

Dafür hatten wir morgens beim Frühstück, Affen auf dem Balkon.

Hat man auch nicht jeden Tag 🤷‍♀️

Am nächsten Tag sind wir nach Durban gefahren, Durban wird auch klein Indien genannt und soll eine der gefährlichsten Städte in SA sein.

Die Innenstadt haben wir nur kurz  mit dem Auto passiert, aber wirklich unwohl habe ich mich auch hier nie gefühlt.

Direkt bei uns am Hostel war ein wunderschöner Strand welchen ich noch etwas abgelaufen bin, auch hier null Gefahr. Ich wurde zwar recht oft angesprochen. Aber immer sehr freundlich, nie aufdringlich oder komisch.

Am nächsten morgen sollten wir dann eigentlich weiterfliegen nach Port Elisabeth, aber wie heißt es so schön: erstens klommt es anders, und zweitens wie man denkt…

Am Flughafen angekommen stand unser Flug nicht auf der Abflugtafel, am Informationsstand wuste der gute Mann auch nichts davon das um 9.50 Uhr Uhr ein Flug nach Port Elisabeth gehen soll.

Also wir zum Southaafrican Airlines Schalter, wo uns dann mitgeteilt worden ist das der Flug bereits vor Monaten gestrichen worden ist.

Schlecht das uns keiner darüber in Kenntnis gesetzt hat?!

Wir wurden dann nach einiger Wartezeit umgebucht auf einen Flieger zurück nach Johannesburg, wo wir dann weiterfliegen konnten nach Port Elisabeth.

Szwaziland

So richtig gut informiert waren wir ja irgendwie nicht, und irgendwie ist uns auch kurz vorher aufgefallen das Swasziland ja ein richtiges Land ist und nicht nur ein Teil von Südafrika. Kurz vor der Grenze kam dann mal kurz die Frage hoch ob wir da eigentlich sowas wie ein Visum brauchen würden.

Mhh keine Ahnung, probieren wir mal ohne.

Also wir zur Grenze und am Grenzübergang in das Büro gegangen, dort stempelte eine etwas unmotivierte Dame etwas in unseren Pass. Auf meine Frage was wir jetzt noch zu tun hätten, kam ein etwas forsches ‚go in your car and drive’…

Gesagt getan, im Auto wurde uns klar das das jetzt nur die Ausreise aus SA ist, also einmal um die Ecke gefahren, wieder angehalten, wieder einen Stempel bekommen und schon waren wir in Swaziland.

Dort waren dann auch direkt die Straßen etwas schlechter und in den Schlaglöchern hätte man ganze Kühe verstecken können… Das wir keinen Reifen zerschossen haben, grenzt eigentlich an ein Wunder!

Als wir einmal gehalten haben ein um zu schauen ob wirklich alle Reifen noch ganz sind, kamen direkt Schulkinder gerannt um Süssigkeiten zu erbetteln.

Dies sollte uns noch soooo oft passieren.

Nach einer trotz der schlechten Straßen, wunderschönen landschaftlichen Fahrt sind wieder in unserer Lodge angekommen und haben den Tag am Pool ausklingen lassen.

Am nächsten Tag haben wir morgens auf einen ganz süßen Markt gestartet auf dem hauptsächlich Handarbeitssachen verkauft worden sind, im nachhinein betrachtet wäre das die günstigste Möglichkeit für Shopping gewesen.

Ich habe dort etwas für meinen Neffen kauft für umgerechnet 1.20 Euro, was ich später in den Tourihochburgen in SA für 10 Euro wieder gesehen habe…

Danach sind wir in ein Swazi Dorf gefahren, die Swazi sind eine afrikanische Volksgruppe der Bantu.

Im Dorf wurden wir erst rumgeführt und viel über die Traditionen welche immerfort gelebt werden informiert.

Kaum vorzustellen aber es gibt bei den Swazi welche ähnlich den Zulus sind Polygamie bis heute.

Nach dem Rundgang durften wir einem traditionellen Tanz zu schauen bei dem die Männer ihr Bein so hoch wie möglich schmeißen um Stärke zu beweisen.

Die unverheirateten Mädchen tun dies ebenso, jedoch um ihre Jungfräulichkeit zu beweisen. Seltsam, ist aber so…

Was noch viel seltsamer war, als die Tänze begonnen wurde ich total emotional und bekam Pipi in die Augen, keine Ahnung warum aber irgendwas hat mich sehr berührt ich hatte auch bis zum Schluss Gänsehaut…

Am nächsten Tag sind wir einmal quer durch Swaziland gefahren gen Süden Richtung St. Lucia.

Unterwegs fuhren wir an einigen traditionellen Swazi/Zulu Dörfern vorbei, und als wir anhielten damit ich kurz ein Foto machen kann, hatten wir direkt wieder bettelnde Menschen um uns herum.

Da wir aber vor kurzen bei einem Vortrag die schlaue Idee gehört haben, die Lebensmittel nicht einfach so rauszugeben sondern zu tauschen gegen etwas um das ganze etwas vertretbarer zu machen haben wir und kurzerhand selbst ins Dorf eingeladen.

Das Dorf bestand aus da 5 Hütten, und anwesend waren 4 Frauen, 5 Kinder und ein Opa.

Sie haben uns Ihr Zuhause auf eine so tolle freundliche Art gezeigt und sogar die Babyziege in die Arme gedrückt das wir ganz spontan alles was wir an essen dabei hatten so ziemlich dort gelassen haben.

Nach wunderschönen Momenten mit der Familie sind wir dann doch irgendwann wieder weiter,  der Gedanke daran das die Familie in Lehmhütten wohnt und auf dem Boden schläft, lässt mich jedoch bis jetzt nicht los…

Das war Swaziland, im nächsten Beitrag ist St. Lucia dran und warum wir nachts fast 2 Stunden immer wieder durch die kleine Stadt gefahren sind…

Südafrika der Start in Johannesburg, BlydeRiver Canyon und im Krüger Nationalpark

Wir starten unsere Südafrikatour in Joahnnesburg, und unser Navi will uns anscheinend zum ersten Guesthouse erstmal die Stadt zeigen. Quer durch die City, an jeder Ampel haben wir gefühlt überprüft ob das Auto auch wirklich verriegelt und alle Scheiben oben sind, da Afrika ja sehr gefährlich sein soll.

Angekommen wollten wir eigentlich direkt los nach Soweto, doch mit einem Mal find es richtig krass mit Regen und Hagel an, so das wir erstmal garnichts machen konnten.

Nach Rücksprache mit unserer Guesthousemama haben wir uns dann aufgrund des Wetters entschieden das Apartheitsmuseum zu besuchen.

Gesagt getan, grundsätzlich ist es ein tolles Museeum was sicherlich einen wichtigen Teil der Geschichte, wenn nicht sogar den wichtigsten, Südafrikas widerspiegelt.

Jedoch muss ich sagen das es unlogisch aufgebaut war man Stellenweise wenn man sich mit dem Thema noch nicht befasst hat nicht viel verstanden hat oder zu viele Informationen auf einen eingeprasselt sind.

Auch die Nelson Mandela Ausstellung, war weder irgendwie chronologisch noch hast man was über ihn und sein Leben im Detail erfahrenen.

Wichtiges Thema aber für mich definitiv nicht der richtige Ort um sich darüber zu informieren oder damit anzufangen sich damit zu beschäftigen.

Am nächsten morgen haben wir mit strahlendem Sonnenschein Johannesburg verlassen aber nicht ohne vorher noch die tollen Jacaranda Bäume zu bewundern welche um diese Jahreszeit überall in der Stadt blühen.

Dann sind wir Richtung Pilgrims Rest gefahren, auf dem Plan stand eigentlich der Blyde River Canyon, jedoch wurde das Wetter immer schlechter und es machte immer weniger Sinn… Wir haben das Dorf Pilgrims Rest angeschaut und zwischendurch an verschiedenen Wasserfällen gehalten und sind dann in unser schnuckliges Guesthouse eingecheckt, auf dessen Wiese unzählige Hasen gewohnt haben.

Am nächsten morgen sind wir extrem früh los um endlich den Blyde River Canyon zu bestaunen. Angefangen am Pinnacle Rock, über die Bourke’s Luck Potholes, God’s Window bis zu den Three Rondavels.

Wahnsinns Ausblicke!

Das Wetter hielt auch und wir waren begeistert!

Da wir so früh gestartet sind waren wir breites so früh fertig das wir direkt weiter in den Krüger Nationalpark gefahren sind.

Für mich wäre es das erste mal mal in einem solchen Nationalpark und da uns andere Touristen am Vortag erzählt haben das die Chance hier wirklich Tiere zu sehen sehr gering ist, hatte ich etwas Angst bzw. Bedenken das wir hier nur Sinnlos durch die Gegend fahren.

Nach ca. 5 Minuten im Park sahen wir bereits die ersten Impalas, Zebras, Giraffen, Elefanten usw.

Es sollten noch etliche Tiere an dem Tag folgen und es war atemberaubend…

Kurz vor Schluss bogen wir um eine Ecke und standen auf einer kleinen unbefestigtsten Straße vor einer Herde Elefanten welche ein junges dabei hasten. Der  Elefant direkt vor uns wirkte irgendwie auch nicht so erfreut und zu sehen und wir wussten nicht so recht wie wir reagieren solle.

Rückwärts fahren war keine Option, weiterfahren ging auch nicht da die Elefanten uns den Weg versperrten.

Nach einigem hin und her er sind die Elefanten dann aber zur Seite abgebogen und wir konnten unser Tour fortsetzen.

Uns war aber in der Situation sehr unwohl, da diese uns locker platt gemacht hätten 😉 aber Gott sei dank war ich so clever alles auf Video festzuhalten 😉

Als wir Abend an unsere Lodge für die nächsten Tage eingecheckt haben gab gab es zu unserer Verwunderung nicht den kleinen Bungalow den wir gemietet hatten, sondern reine Riesen Lodge mit 2 Schlafzimmern und einem Riesen Wohnzimmer. Das beste an der Lodge (Sabie River Lodge) war allerdings die Terasse welche direkt zum Sabie Fluss lag und von der aus man direkt Flusspferde und andere Tiere beobachten konnte.

Die Anlage an sich war auch der Hammer, vom Pool über die Feuerstelle bis zum Restaurant, einfach toll!

aufgrund dessen das wir am Vortag bereits so viele Tiere gesehen hatten und unsere Unterkunft so mega war haben wir beschlossen am nächsten Tag einfach nicht wie geplant in den Krüger zu fahren sondern die Tiere von unserer Terrasse aus zu beobachten.

Dies hat auch was Flusspferde anging super funktioniert.

Wir konnten diese eigentlich den ganzen Tag beobachten und abends kam noch irgendwas Büffelartiges zu uns in den Vorgarten spaziert.

Am nächsten Tag sind wir dann doch wieder in den Krüger da wir bisher noch keine Löwen gesehen hatten, und was wäre Safari in Afrika ohne Löwen?

Wir haben zunächst alle Tiere vom Vortag nochmal gesehen, teilweise sogar näher und oft mit Jungtieren.

Irgendwann kam dann endlich auch ein Löwe, bzw. eine Löwin, leider sehr weit weg und somit schwierig zu erkennen.

Nach dem wir irgendwann genug von Tieren, Schotterpisten und Natur hatten sind wir Richtung Swaziland aufgebrochen.

Aber dazu mehr im nächsten Artikel…

Die Azoren

Ich war mal wieder unterwegs, diesmal hat es mich auf die Azoren verschlagen.

Kennt man ja aus dem Wetterbericht 😉 Aber wer nicht weiß, wo diese liegen: irgendwo im Atlantik zwischen Europa und Amerika.

Also los ging es auf der Hauptinsel Sao Miguel, in der Hauptstadt Ponta Delgada.
Hier wurde ich von einem netten Fest empfangen welches sich  «Festa do Senhor Santo Cristo dos Milagres»  nennt, jedoch war der ganze Urlaub von Festen über alle Orte geprägt welche sich «Festas do Divino Espirito Santo» (Fest zu Ehren des Heiligen Geistes) nennen und auf allen Inseln mit den so genannten „Imperios“ gefeiert werden.

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Neben dem Fest gab es in Ponta Delegada auch noch eine AnanasPlantage zu besichtigen. Wustet Ihr das eine Ananas bis zu 2,5 Jahre braucht bis sie fertig ist? Ich auch nicht…

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Und einen tollen Garten (Jardim Antionio Borges)

Und allgemein einige schöne Ecken

Nach 2 Tagen Festle und Trouble und gefühlt 100 mal am Tag Feuerwerk, war ich dann doch ganz froh mit der Fähre Richtung Santa Maria (eine kleine Nachbarinsel) aufzubrechen.

Santa Maria hat 5500 Einwohner und es dauert mit der Fähre ca 4 Stunden um hinzukommen, in der Hauptstadt Vila do Porto gab es genau 2 Hotels und ein Hostel, in welchem zu der Zeit so ziemlich genau 5 Gäste da waren)

Dort bin ich einige Tage sehr unterschiedliche Wanderwege gelaufen und habe einfach die Insel genossen.
Die Wege waren von Wegen an den Klippen mit dem Ozean in unmittelbarer Nähe, über Waldwege bis hin zu Wiesen- und Weidewegen sehr abwechslungsreich.

Aufgrund des Vulkanischen Ursprungs der Azoreninseln, sind die Anstiege doch oft recht anstrengend gewesen.

Grundsätzlich ist Santa Maria eine sehr ruhige Insel mit sehr wenig Touristen.

Die Menschen sind alle sehr nett und super hilfsbereit und konnten alle erstaunlicherweise alle sehr gut Englisch.

Nach 6 Tagen auf dieser wunderschönen ruhigen Insel auf welcher auch 3 Tage gereicht hätten, ging es wieder zurück nach Sao Miguel.

Hier in einem wunderschönen Ferienhaus in Caloura in dem es sehr seltsame Vögel gibt (https://www.youtube.com/watch?v=d97uQCDV29I) welche Gelbschnabelsturmtaucher hießen und nette Geräusche nachts gemacht haben brach die 2. Woche Azorenurlaub an.

Auch auf Sao Miguel gab es wunderschöne Wanderwege, welche wieder teilweise recht anstrengend, aber landschaftlich super schön waren.

Es gibt dort sehr viele Kraterseen aufgrund der Vulkane, und es brodelt überall unter der Erde welches auch einen ständigen Schwefelgeruch in der Nase verursacht.

Neben den vielen Tieren an Land, gibt es um Sao Miguel auch spannende Lebewesen zu Wasser.
Auf einem Walbeobachtungstrip konnte ich Blauwale, Finnwale, Delfine, Quallen und Schildkröten aus nächster Nähe bestaunen.

Auf Sao Miguel gibt es neben tollen Wanderwegen auch einige tolle Aussichtspunkte sowie andere Highlights zu besuchen.

Neben Europas einziger Teeplantage auf der man sowohl beobachten kann wie Tee hergestellt wird, als auch durch die Teefelder spazieren kann.

Gibt es auf Sao Miguel aufgrund der Vulkane viele Quellen zum Baden, ich war bspw. im TerraNostraGarden welcher sowohl einen einzigartigen botanischen Garten als aber eben auch die tollen Bademöglichkeiten bietet.

Zusammenfassend kann man sagen sind die Azoren landschaftlich wunderschön, abwechslungsreich und teilweise von Touristen noch recht verschont.