Kapstadt, Township die 2., Robben Island und der Signal Hill

Normalerweise bin ich ja kein Fan von geführten Touren und kompakt Touri Angeboten, jedoch haben wir aufgrund Zeitmangel und Faulheit ein genau solches in Kapstadt gebucht.

Wie erwartet war es anders wie gebucht, aber fangen wir mal von vorne an.

Wir wurden morgens pünktlich mit einem Kleinbus abgeholt und führen als erstes ins District Six Museum.

Distric Six war ein Bezirk in Kapstadt, welcher vorwiegend von freigelassenen Sklaven, Händlern, Künstlern, Arbeitern und Immigraten bewohnt worden ist.

Der Bereich wurde in den 60’ger Jahren gewaltsam geräumt und abgerissen um Wohnraum für ‚Weiße‘ zu schaffen.

Danach ging es in ein Township, am Anfang in ein dortiges Kulturcenter, in dem uns in verschiedenen Werkstädten Kunst und die Herstellung von Kunst gezeigt worden ist.

Danach ging es richtig rein ins Township, welches nicht zur vergleichen war mit dem Township in Knysna.

Es war viel dreckiger, ärmer und echt erschreckender.

Wir waren in einem Haus, in dem sich 20 Leute ein ca 20qm Zimmer teilen…

Wir wurden natürlich auch wie immer nonstop angebettelt, und haben unsere letzten Lebensmittel verteilt.

In Kapstadt gibt es Townships da geht nicht mal die Polizei freiwillig rein, also waren wir wieder in einem ‚relativ‘ sicherem, jedoch auch hier war irgendwie eine Anspannung zu spüren, in das Township wäre ich auf keine Fall alleine gegangen.

Nach dem Township ging es zum Hafen und auf die Fähre nach Robben Island.

Robben Island ist eine Insel vor Kapstadt, welche viele Jahre als Gefängnisinsel genutzt worden ist, auf der Nelson Mandela fast zwei Jahrzehnte eine vier qm Zelle bewohnte.

Die Überfahrt an sich war schon toll, die Sicht auf Kapstadt vom Meer aus war Mega.

Auf Robben Island angekommen würden wir auf Busse verteilt und über die Insel gefahren, der spannendste Teil war dann als wir den Gefängnistrakt von einem ehemaligen Häftling gezeigt bekamen.

Er erzählte uns viel über das Leben im Gefängnis, über Hungerstreiks um Betten zu bekommen, über die Angst das das Essen vergiftet sein könnte bis hin zu wie heimlich Nachrichten zwischen den unterschiedlichen Trakten getauscht worden sind.

Es war alles sehr interessant und ein wichtiges Stück der südafrikanischen Geschichte.

Erschreckend fand ich jedoch den Gedanken, dass die Gefängnisinsassen mehr (Wohn)-Komfort hatten wie manche Bewohner der Townships dies heute noch haben…

Man merkte unserem Reiseführer wie seine Gedanken während er erzählte immer wieder in die Vergangenheit abdriftetet und man sah ihm an, wie das Leben ihn gezeichnet hatte…

Abends sind wir noch auf den Signal Hill gefahren und haben wunderschöne Ausblicke genießen dürfen auf Kapstadt und Umgebung.

Am nächsten und letzten Tag haben wir klassisch Touri kram gemacht, sind mit den Hop on off Bussen gefühlt 3 mal durch Kapstadt und Umgebung gefahren und haben uns nochmal einen ganz guten Eindruck der City verschafft…

Man hätte in den Tagen sicherlich auch noch viel mehr machen können, angefangen von Abends mal essen gehen oder allgemein weniger im Hotel rumhängenden, aber das gilt eigentlich für die komplette Reise 😉

Abschließend kann ich sagen, das Südafrika ein wunderbares Land, mit einer traurigen Geschichte, wunderschönen Landschaften, tollen Tieren und einer Gastfreundschaft ist welche ich selbst erlebt habe!

Ich komme sicher irgendwann wieder…

Oudtshoorn, Hermanus, Stellenbosch und der Start in Kapstadt

Nach dem beeindruckenden Tag im Township kann eigentlich nicht mehr viel kommen, dachte ich. Wir sind dann nach Outsdoorn gefahren über den Swartenberg Pass (tolle Aussichten!) eine Stadt die bekannt ist für Ihre Straußenfarmen. Geplant war auch kurzzeitig sich ich eine solche anzuschauen, jedoch wurde uns vor Ort recht schnell klar das dies Tierquälerei ist und wir sind wieder gefahren.

Die Tiere waren ziemlich heruntergekommen und total zerrupft, teilweise hatten sie keine Flügel mehr. Und sahen eben nicht nach glücklichen Tieren aus.

Wirklich viel mit Umgebung erkunden war dann nicht, da leider Brände die Umgebung beherrschten und wir komplett eingenebelt waren.

So haben wir denn Rest vom Tag leider im Hotel verbringen müssen.

Am nächsten morgen sind wir ganz früh los nach Kapstadt, unterwegs wollten wir noch Hermanus was für seine Wale bekannt ist und Stellenbosch welches ein Weinanbaugebiete ist anschauen bzw. besuchen.

Auch wenn wir nur kurz in Hermanus waren war ich beeindruckt, die Stadt wirkt sehr gemütlich auf den ersten Blick, wunderschön war die Strandpromenade und die Klippen von denen man Wale beobachten konnte, waren sogar welche da!

Danach sind wir nach Stellenbosch gefahren, die Region um Stellenbosch ist bekannt für den Weinanbau, und wir waren auf der Suche nach klassischen,romantischen Weingütern mit langen Auffahrten und tollen Häusern, war aber nicht.

Wir haben das Weingut Lanzerac besucht und hier auch probiert und gekauft, und sicherlich war dies ein wunderschönes Weingut, aber irgendwie nicht das Postkartenmotiv wie wir es uns erhofft hatten.

Dann sind wir endlich nach Kapstadt aufgebrochen und haben unsere Tage in Kapstadt am blouberg Strand begonnen, was soll ich sagen? Ein wunderschöner kilometerlanger fast weißer Sandstrand, Türkises Wasser um als Panorama der Tafelberg, Hammer!

Danach sind wir noch kurz zur Waterfront und dann in unser Appartment.

Von diesem waren wir etwas enttäuscht, es war nicht schlecht aber irgendwie nicht das was wir erwarte haben, lediglich der Ausblick war Mega 🙂

Für den nächsten Tag war morgens eigentlich der Tafelberg geplant, da dieser aber Mega im Nebel stand sind wir erstmal Richtung Kap gefahren.

Unterwegs haben wir natürlich am Boulders Beach an gehalten um die Pinguine zu bestaunen, erschrocken wahren wir hier er über den hohen Eintrittspreis von über 10 Euro, dafür das wir uns frei lebende Pinguine anschauen!?!

Ok die Pinguine waren süß und es hat mega Spaß gemacht sie zu beobachten, trotzdem etwas viel Eintritt.

Danach sind wir weiter zum Kap der guten Hoffnung gefahren, auch hier wieder mal Eintritt der unverhältnismäßig war, aber man ist ja nur einmal dort…

Das Kap an sich ist ein Nationalpark in dem man auch hätte sicherlich ganz toll wandern gehen können, hierfür uns aber leider die Zeit.

Wir haben das Kap und ein paar Aussichtspunkte besucht, war ganz toll landschaftlich aber hat mich jetzt auch nicht um gehauen.

Ich denke die vielen anderen Touristen haben hier er die Atmosphäre kaputt gemacht, wobei wir noch Glück hatten, als wir wieder zurück nach Kapstadt gefahren sind sind uns unzählige Busse entgegen gekommen… Also falls ihr mal zum Kap fahren wollt‘ macht dies ganz früh!

Dann stand endlich der Tafelberg auf dem Plan, wir hatten Glück es war nichts los.

Da ich jedoch eine Memme bin bin ich trotz gekauftem Ticket nicht in die Gondel eingestiegen…

Es war mir einfach zu hoch und zu steil…

Nach dem Tafelberg sind wir zum Camps Bay Beach gefahren wo ich ein bisschen spazieren gegangen bin und einen der schönsten stadwtstrände den ich je gesehen habe bestaunen konnte…

Wie es in Kapstadt weiterging gibts im nächsten Beitrag 🙂