Kenia (Lake Naivasha und Nakuru)

Wir verließen Nairobi am frühen Morgen und starteten durch das Rift Valley (dieses geht übrigens von Israel bis Kenia)zum Lake Naivasha, hier machten wir eine Bootstour auf dem See, was ganz nett war, wir sahen Hippos, jede Menge unterschiedlicher Vögel, Giraffen am Wasserrand und Fischer die gefühlt mitten im See standen.

Von dort aus ging es weiter nach Nakuru.

In Nakuru angekommen, hatten wir direkt Troubles mit dem Hotel, das Zimmer welches gebucht war gab es so nicht oder war überbucht, es hat uns fast 2 Stunden Diskussionen gekostet bis wir endlich ein halbwegs vernünftiges Zimmer hatten.
Welches zwar weder WLAN, noch die gebuchte Gartensicht hatten, aber irgendwann hatte ich auch keine Lust mehr mir Zimmer anzuschauen und zu diskutieren.
Abends waren wir mit John zum Abendessen in Nakuru verabredet, da dies die letzte Stadt für die nächsten Tage sein sollte in der wir uns aufhalten würden.
Er holte uns ab, wir warteten bereits mit knurrendem Magen, und führte uns quer durch die Stadt in eine Art Club, mit schummrigen Licht und einem etwas seltsamen Ambiete.
Anstatt Essen gab es Wein der wiederlich schmeckte.
Irgendwann hat er dann doch was zu Essen bestellt für uns alle, uns jedoch ich mal gefragt was wir wollen, dann sollte es auch nur noch eine Stunde dauern bis dies kam.
War ja auch erst 21 Uhr 😉
Es kam Maisbrei, Spinat, Pommes und ungenießbares Schafsfleisch in Stücke geschnitten am Knochen.
Das entspricht auch so ungefähr dem was man hier täglich bekommt, Spinat, Maisbrei und Fleisch am Knochen.
Ich glaub Spinat kann ich in Deutschland erstmal nicht mehr anrühren.
Während wir da saßen stellte er uns diversen Leuten vor und ließ sich bewundern dafür, dass er mit 2 Frauen da sass.
Wir diskutierten über Tradition und Gleichberechtigung.
Darüber, dass es in Kenia immer noch Gang und gebe ist das ein Mann mehrere Frauen hat.
Versuchten Aufklärung zu betreiben das es wenig Sinn macht sich eine 2. Frau zu suchen nur weil die erste keine Jungs bekommt, sondern nur Mädchen, da dies nicht an der Frau liegt.
Haben versucht ihm klarzumachen das wir es nicht nachvollziehen können, das hier eine Frau auch in der gehobenen Mittelschicht noch gegen Kühe eingetauscht wird wie ein Gegenstand.
Und haben irgendwann aufgegeben und uns über die Gleichberechtigung in Deutschland gefreut.
Am nächsten Tag ging es zum Lake Nakuru Nationalpark.
Wir fuhren so ziemlich den ganzen Tag durch den Park und sahen jede Menge Tiere wie Zebras, Hippos, Nashörner, Impalas, Wasserböcke, Giraffen, Flamingos und jede Menge andere Vögel die ich nicht mehr benennen kann.

Es war mega schön!

Auf einem Hügel direkt am See hatten wir einen spektakulären Aussichtspunkt und unser Picknick zur Mittagszeit fand einfach auf einer Wiese statt. John vergewisserte sich nur kurz ob Büffel oder Löwen in unmittelbarer Nähe waren und dann hockten wir da, der perfekte Snack für einen hungrigen Löwen zum Mittag. Dementsprechend angespannt war ich auch die ganze Zeit.

Als John vorschlug hier auf der Decke noch einen kleinen Mittagsschlaf zumachen war ich raus…
Es gibt in den Nationalparks in Kenia, keinerlei eingezäunte Rastplätze oder gar Toiletten.
Einfach in der Wildnis sitzen und in den Busch pinkeln wurde auch für uns nach einiger Zeit normal.
Nach atemberaubenden Tier Begegnungen aus sicherer Entfernung aus dem Auto, kehrten wir abends erschöpft und mit etwas Magen Problemen zurück ins Hotel.