Lost am Kilimandscharo

Als nächstes stand Amboseli auf dem Plan, nach acht 6 Stunden Fahrt kamen wir ohne Zwischenstopp im Supermarkt bei unserem gebuchten EcoCamp in der Nähe des Amboseli Nationalparks an.

Eigentlich wollten wir uns im Supermarkt nochmal mit Lebensmitteln für die kommenden Tage eindecken, da wir das Essen was es in den Unterkünften gibt nicht mehr sehen können, und es eh meistens nur Reis, Spinat und Fleischbrocken gibt. Diesen Stop hatte John leider vergessen.
Am Camp angekommen, und unsere sehr spärliche Hütte auf einem sehr großen Stück Land bezogen, bemerkte John beim Ausladen das irgendwas mit dem Auto nicht in Ordnung sei da Flüssigkeit ausläuft.
Wir verabreden das er danach schauen lässt und uns gegen 16 Uhr abholt um dann den ersten Game Drive im Amboseli zu machen.
Ich sagte noch er soll sich Zeit lassen mit dem Auto und das ein funktionierendes Auto hier natürlich Prio eins hat.
In den darauffolgenden 2 Stunden erkundeten wir das Haus (länglicher Bau mit diversen Zimmern die alle abgeschlossen waren außer unseres, das Gemeinschaftsbad und eine seltsam verdreckte Küche).

Jedoch hatten wir eine ganz nette Terrasse von der aus wir den Kilimandscharo und ein ganzes Stück dieses EcoCamp überblicken konnten.

Es muht und mäht in jeder Ecke da hier rundherum Massai Dörfer sind, und die Kinds versuchen auch die ganze Zeit am Zaun Süßigkeiten zu erbetteln, leider haben wir ja aber selbst nicht mal was zu essen.
Gegen 16 Uhr, wir hatten in der Zwischenzeit unsere letzten Vorräte an Chips und Nüssen aufgefuttert, kommt anstatt John erstmal stundenlanger Dauerregen und Gewitter. Es schüttet so arg das das Land um uns herum irgendwann überflutet ist und wir sowieso nirgends mehr hätten hinkönnen… Gegen 18 Uhr wird uns schmerzlich bewusst, dass wenn er nicht wiederkommt oder das Auto einfach nicht zu reparieren ist, da natürlich auch Wochenende ist, wir hier einfach nicht mehr wegkommen.
Die nächste Bushaltestelle liegt laut Maps.me ca 3 Stunden entfernt. Genaues können wir jedoch nicht in Erfahrung bringen, da es natürlich kein Internet gab.
Gegen 19 Uhr wurde der Regen langsam weniger und wir beschlossen ins Restaurant zu gehen, bleibt uns ja außer hungern fast nichts übrig, durch den Schlamm waten wir ca 10 Minuten mit der Stirnlampe bewaffnet Richtung Haupthaus ins Restaurant.
Wo uns Kartoffelbrei und Linsen erwarten, da wir weil das Fleisch uns wirklich anekelt behauptet haben, wir sind Vegetarier.
Tatsächlich gab es neben uns noch eine Familie die auch hier, aber am anderen Ende des Geländes zu Besuch war, und dem Sohn ging es wohl ähnlich wie uns, er schrie die ganze Zeit wild Gerichte wie „Pizza, Pasta, Burger und Pommes“ bekam aber auch nur Kartoffelbrei und Linsen.
Nach dem Essen wateten wir zurück in unsere Hütte und sitzen noch etwas draußen und bestaunen den Sternenhimmel inklusive Milchstraße, als gegen 21 Uhr plötzlich aus dem Gebüsch hinter dem Zaun des Grundstücks plötzlich jemand verzweifelt meinen Namen ruft.
John war zurück, fand aber den Eingang zum Gelände nicht.
Er erzählte uns als er den Zaun überwunden hatte, das er mit dem Motorradtaxi da ist, weil der Landrover am Arsch ist.
Er hat den ganzen Tag versucht jemand zu finden der ihn reparier kann, da Wochenende ist wird dies aber schwierig. Ein Ersatzfahrzeug ist von Nairobi auf dem Weg her, er weiß aber nicht genau wann dies ankommt.
Als er uns grade noch erklärt wie es jetzt die kommenden Tage weitergeht, kommt plötzlich aus dem Gebüsch ein Massei komplett in weiß gekleidet (keine Ahnung was das zu bedeuten hat, da die ja normal sehr bunt angezogen sind) stellt sich 2 Meter von uns weg und starrt uns an.
Irgendwie gespenstisch, wir versuchen ihn erst zu ignorieren, irgendwann sagt John was zu ihm, er dreht sich um und geht weg…
John verschwand auch relativ schnell und wir gingen ins Haus, nachdem ich gerade dabei war Türen und Fenster zu schließen sah ich plötzlich hinter einem Stuhl eine Riesen Vogelspinne. Entsetzt blieb ich stehen und zeige diese Maren, wir schauten uns an und überlegten grade fieberhaft was wir jetzt tun sollten.
Mit der Vogelspinne im Haus schlafen war keine Option, die Vogelspinne selbstständig irgendwie töten oder rausbegleiten auch nicht.
Nochmal vor zum Restaurant und den Koch bitten, vielleicht?
Während wir noch überlegten kam, mal wieder aus dem Gebüsch ein Massei und spazierte bei uns zum Haus hinein, normalerweise hätte mir das Angst gemacht, aber in dem Moment war ich so froh diesen Menschen zu sehen.
Wir begrüßten ihn auch direkt mit ‚Can you please help us?‘.
Er erledigte das Tier mit einem Stock, und erklärte uns danach das er auch bei uns im Haus wohnt.
Dann gingen wir total erschlagen, von dem Tag, an dem wir eigentlich nichtsgemacht haben außer zu warten, zu fahren oder zu hungern endlich schlafen.
Am Schlaf war leider hier in der Wildnis mit den ganzen Viechern ehr weniger zu denken.
Ich hab die ganze Nacht Spinnen auf mir gefühlt…
Am nächsten Morgen sind wir etwas müde, mit dem Ersatzauto (einem alten klapprigen Bus) in den Amboseli gefahren und haben wunderschöne Landschaften und die üblichen Tiere gesehen.
Neben dem tollen Panorama mit dem Kilimandscharo im Hintergrund, waren Mega schöne Seen mit Flamingos und toller abwechslungsreicher Landschaft zu bestaunen.

Kenia (Lake Naivasha und Nakuru)

Wir verließen Nairobi am frühen Morgen und starteten durch das Rift Valley (dieses geht übrigens von Israel bis Kenia)zum Lake Naivasha, hier machten wir eine Bootstour auf dem See, was ganz nett war, wir sahen Hippos, jede Menge unterschiedlicher Vögel, Giraffen am Wasserrand und Fischer die gefühlt mitten im See standen.

Von dort aus ging es weiter nach Nakuru.

In Nakuru angekommen, hatten wir direkt Troubles mit dem Hotel, das Zimmer welches gebucht war gab es so nicht oder war überbucht, es hat uns fast 2 Stunden Diskussionen gekostet bis wir endlich ein halbwegs vernünftiges Zimmer hatten.
Welches zwar weder WLAN, noch die gebuchte Gartensicht hatten, aber irgendwann hatte ich auch keine Lust mehr mir Zimmer anzuschauen und zu diskutieren.
Abends waren wir mit John zum Abendessen in Nakuru verabredet, da dies die letzte Stadt für die nächsten Tage sein sollte in der wir uns aufhalten würden.
Er holte uns ab, wir warteten bereits mit knurrendem Magen, und führte uns quer durch die Stadt in eine Art Club, mit schummrigen Licht und einem etwas seltsamen Ambiete.
Anstatt Essen gab es Wein der wiederlich schmeckte.
Irgendwann hat er dann doch was zu Essen bestellt für uns alle, uns jedoch ich mal gefragt was wir wollen, dann sollte es auch nur noch eine Stunde dauern bis dies kam.
War ja auch erst 21 Uhr 😉
Es kam Maisbrei, Spinat, Pommes und ungenießbares Schafsfleisch in Stücke geschnitten am Knochen.
Das entspricht auch so ungefähr dem was man hier täglich bekommt, Spinat, Maisbrei und Fleisch am Knochen.
Ich glaub Spinat kann ich in Deutschland erstmal nicht mehr anrühren.
Während wir da saßen stellte er uns diversen Leuten vor und ließ sich bewundern dafür, dass er mit 2 Frauen da sass.
Wir diskutierten über Tradition und Gleichberechtigung.
Darüber, dass es in Kenia immer noch Gang und gebe ist das ein Mann mehrere Frauen hat.
Versuchten Aufklärung zu betreiben das es wenig Sinn macht sich eine 2. Frau zu suchen nur weil die erste keine Jungs bekommt, sondern nur Mädchen, da dies nicht an der Frau liegt.
Haben versucht ihm klarzumachen das wir es nicht nachvollziehen können, das hier eine Frau auch in der gehobenen Mittelschicht noch gegen Kühe eingetauscht wird wie ein Gegenstand.
Und haben irgendwann aufgegeben und uns über die Gleichberechtigung in Deutschland gefreut.
Am nächsten Tag ging es zum Lake Nakuru Nationalpark.
Wir fuhren so ziemlich den ganzen Tag durch den Park und sahen jede Menge Tiere wie Zebras, Hippos, Nashörner, Impalas, Wasserböcke, Giraffen, Flamingos und jede Menge andere Vögel die ich nicht mehr benennen kann.

Es war mega schön!

Auf einem Hügel direkt am See hatten wir einen spektakulären Aussichtspunkt und unser Picknick zur Mittagszeit fand einfach auf einer Wiese statt. John vergewisserte sich nur kurz ob Büffel oder Löwen in unmittelbarer Nähe waren und dann hockten wir da, der perfekte Snack für einen hungrigen Löwen zum Mittag. Dementsprechend angespannt war ich auch die ganze Zeit.

Als John vorschlug hier auf der Decke noch einen kleinen Mittagsschlaf zumachen war ich raus…
Es gibt in den Nationalparks in Kenia, keinerlei eingezäunte Rastplätze oder gar Toiletten.
Einfach in der Wildnis sitzen und in den Busch pinkeln wurde auch für uns nach einiger Zeit normal.
Nach atemberaubenden Tier Begegnungen aus sicherer Entfernung aus dem Auto, kehrten wir abends erschöpft und mit etwas Magen Problemen zurück ins Hotel.

Kenia Part 1 (Nairobi)

Nachdem ich nach Südafrika etwas Afrika angefixt bin, ging es diesmal nach Kenia.
Die Vorbereitungen/Reiseplanungen hier waren etwas aufwendiger, da mir mehrfach davon abgeraten worden ist, dies auf eigene Faust zu machen.
Dank einiger aufwendigeren Recherche stand aber irgendwann Route und Reiseverlauf.
In Nairobi angekommen, holte uns unser Fahrer/Guide John ab, welchen wir für die kommenden 10 Tage gebucht hatten.
Er brachte uns ins Hotel, welches das erste Schlechte von so einigen sein sollte.
Ein runtergekommenes Hinterhofhotel, die Moskitonetze waren bereits dunkelgrau und aufgrund des hohen Staubanteils im Zimmer bekam man kaum Luft.
Am nächsten Morgen fuhren wir mit John los durch Nairobi, erstmal durch die Stadt, er zeigte uns diverse Gebäude, Straßen, Parks usw die ich mir alle nicht merken konnte.

Dann fuhren wir zum Slum, da ich noch die Südafrikaerfahrung im Kopf hatte, bin ich natürlich davon ausgegangen das wir da jetzt durchlaufen.

Aber wir blieben in sicherer Entfernung stehen und John erzählt uns von Schiesserein, Kriminalität, kein Strom, kein fließend Wasser und jeder Menge Krankheiten…

Danach ging es weiter zum Sheldrick Wildlife Trust dort werden verweiset Babyelefanten aufgenommen und mit der Flasche aufgezogen. Wenn sie groß genug sind werden sie wieder ausgewildert.

Da die Elefanten sich nicht an die Menschen gewöhnen sollen, gibt es nur eine Stunde am Tag, in der man diese Besuchenkann.
Dementsprechend voll war es natürlich… Jedoch war es mega schön mit anzusehen wie die kleinen Elefanten spielten und sich mit der Flasche füttern ließen.
Direkt im Anschluss ging es zum Giraffe Center, welches direkt neben dem berühmten Giraffe Manor Hotel liegt.

Da ging es leider etwas komerzieller zu, man bekam Futter und konnte Giraffen füttern, sowie Fotos mit ihnen machen, ob das wohl artgerecht ist würde ich mal in Frage stellen.
Da wir jeweils 2 Koffer mitnehmen konnten und diese Dank ganz toller Hilfe mit sehr vielen Spenden für die Waisenkinder in Nairobi füllen könnten brachten wir diese nun dahin.
Ziemlich weit außerhalb war das Shelter Childrens home.
Auf einem relativ großen Stück Land waren hier in ziemlich kleinen Baracken ca 90 Kinder untergebracht.

Wir wurden umhergeführt, uns wurden Geschichten von Kids erzählt, wie dem 13 Jährigen Mädchen welches aus einer Kinderehe befreit worden ist, und welches mit 13 bereits einen einjährigen Sohn mitbrachte.
Erschreckende Geschichten, welche hier leider jedoch zur Tagesordnung gehören.
Wir lernten Kids kennen, von klein bis groß.
Konnten Teil 1 unserer Spenden loswerden, über den sie sich sehr gefreut haben. Und haben sehr viele Fragen der Kinder beantwortet. Vor allem die größeren waren sehr an unserem Leben, beruflichen Hintergrund und solchen Sachen interessiert.
Man merkte eindeutig, dass es dem Heim welches auch eine kleine Schule betreibt sehr wichtig ist, das aus den Kindern was wird später und viel Wert auf Bildung gelegt wird.
Das Heim finanziert sich durch Spenden, und durch eigene Farmwirtschaft sowie Viehzucht und wird nicht durch den Staat oder dergleichen unterstützt.
Im zweiten Heim, wurden wir wieder direkt rumgeführt, aber diesmal hatte jeder von uns direkt 3-4 Kinder an der Hand. Die Kinder stritten sich darum wer an die Hand darf und wichen uns nicht mehr von der Seite.

Dieses Heim war etwas größer mit über 130 Kindern, und hier hatte sogar jedes Kind ein eigenes Bett. Was im ersten Heim leider nicht möglich war.

Wir lernten die Heimmutter kennen, welche mit ihrem Mann einem Pfarrer gemeinsam vor 27 Jahren das Heim gegründet hat. Sie betete für uns und bedankte sich ebenfalls sehr herzlich für die Spenden, da auch dieses Heim keinerlei staatliche Unterstützung bekommt uns schauen muss wie es klarkommt sind sie sehr darauf angewiesen.
Die Kids tanzten noch für uns und wir spielten noch etwas mit Ihnen. Bevor es zurück in unser schreckliches Hotel ging, aber das Gefühl das wir hätten noch viel mehr Spenden sammeln und mitnehmen sollten ließ uns nicht los nachdem wir die Armut in den Heimen und teilweise zerrissenen Sachen, sowie kaputten oder garnicht vorhandenen Schuhe gehen hatten.

Israels Südwesten: Totes Meer, Massada, En Gedi und zurück nach Tel Aviv

Am nächsten Tag ging es endlich los in den Süden. Wir freuten uns hier besonders wegen dem Wetter drauf, da es in den ersten Tagen doch öfters recht kalt war.  Im Süden bzw. am Toten Meer erwarteten uns sommerliche 22-25 Grad und man sah die ganze Zeit am Horizont Jordanien.

Blick von Israel nach Jordanien

Angekommen in En Gedi, gingen wir als erstes in den dortigen Nationalpark, welcher verschiedene Wanderrouten bietet, und welchen ich mir total anders vorgestellt hatte. Alle Bilder, welche ich zuvor gesehen hatte, zeigten eher eine grüne Oase. Wir sahen nur Wüste und Felsen. Trotzdem war es wunderschön,  jedoch anders wie erwartet.

Danach sind wir nach En Bokek gefahren, einem Badeort am Toten Meer. Man kann nicht überall ins Wasser, nur an den vorgesehenen Stränden. Man sollte maximal 10 Minuten im Wasser bleiben und sich danach sofort abduschen. Der Salzgehalt im Toten Meer liegt zwischen 28-33%.

Bevor wir zu diesem tollen Erlebnis kamen, stand uns noch ein Aufstieg nach Masada in den frühen Morgenstunden bevor. Masada ist eine ehemalige jüdische Festung, und seit 2001 in der Liste des Weltkulturerbes. Bekannt für atemberaubende Sonnenaufgänge. Unser Plan war ganz früh morgens den Schlangenpfad hochzuwandern, um bei Sonnenaufgang oben zu sein. Da zwei von uns extreme Höhenangst haben, recherchierten wir am Vorabend im Internet nochmal wie der Weg nach oben aussieht.  Uns war klar, dass wir es nicht bis ganz nach oben schaffen werden…wir wollten aber trotzdem mit.Um 5 Uhr fuhren wir los und mussten am Eingang feststellen, dass wir leider nicht die Einzigen waren. Ca. 100 Frühaufsteher warteten bereits am Tor auf Einlass. Also haben wir uns hinten angestellt und sind dann relativ schnell auch losgelaufen. Zwei von uns sind hoch auf den Berg, Sabi und ich sind nach ca. 1/3 der Strecke nicht weitergelaufen aufgrund der Höhe, dem Abgrund, dem Schotter und unserer Höhenangst.Wir suchten uns ein Plätzchen und beobachten den Sonnenaufgang von dort, welcher aber eher unspektakulär war. Leider…Danach wanderten wir langsam nach unten und genossen von dort tolle Ausblicke.



Nachdem die anderen zwei von ganz oben wieder zurückkamen, ging es zurück ins Hostel, um erstmal ausgiebig zu frühstücken.
Und dann kam endlich der Teil mit dem Toten Meer: In En Bokek angekommen, haben wir uns erstmal Schlamm gekauft und uns 4 Liegen gesucht. Ich bin dann relativ schnell das erste mal ins Wasser, was echt ein Erlebnis war. Erstens war es mega kalt, dann hat man halt keinen Sand unter den Füßen, sondern hartes Salz. Und dann gibt es tatsächlich sowas wie eine Gebrauchsanleitung für das Baden im Toten Meer. Man darf nur auf dem Rücken schwimmen, nicht mit dem Kopf unter Wasser, nicht länger als 10 Minuten, das Wasser darf nicht ins Gesicht, nicht geschluckt werden usw.Also ich muss sagen, es war mega…

Ich hätte da stundenlang drin schweben können, man fühlt sich einfach schwerelos, muss sich nicht bewegen sondern kann einfach nur auf der Wasseroberfläche liegen. Ein Traum!Später schmierten wir uns mit unserem gekauften Schlamm ein, was echt eine mega Sauerei gab, aber irgendwie wars lustig.Zum Abwaschen des Schlamms ging es wieder zurück ins Meer, was dann aber auch leider der letzte Besuch des Wassers sein sollte, da man dies ja leider nicht zu lange oder oft darf, da es sonst schädlich für die Gesundheit sein kann.

Am nächsten Tag ging sind wir morgens noch über eine Art Steg komplett aus Salz gelaufen, welcher tatsächlich bis nach Jordanien geht. So weit sind wir jedoch nicht gelaufen 😉


Anschließend ging es zurück nach Tel Aviv, jedoch nur noch zu dritt, da eine von uns in Israel blieb.Angekommen in Tel Aviv, gingen wir zum Strand und hielten unsere Nase noch ein wenig in die Sonne.

Beim Einchecken in unserem gebuchtes Apartment erlebten wir leider wieder eine negative Überraschung. Das Apartment war viel zu klein, überhaupt nicht wie auf den Bildern abgebildet und total schrecklich.Wir bekamen aber nach ewigem Hin und Her dann abends noch ein Upgrade. Witzigerweise bezahlt die Company, die die Wohnungen verwaltet, Geld wenn man sie positiv auf Booking.com bewertet. Daher auch der kleine Gap zwischen den Bewertungen und der Realität.
Und dann endete auch der letzte Tag in Tel Aviv, da am nächsten Tag bereits der Heimflug gehen sollte. Ob dieser geht weiss ich noch nicht…ich sitze aktuell noch im Flieger mit einer Verspätung von  3,5 Stunden… We will see…
Alles in allem kann ich aber sagen, dass Israel einfach toll ist, ich war letztes Mal bereits angefixt und etwas verknallt, jetzt bin ich Hals über Kopf verliebt.Die Freundlichkeit, Lebensfreude, das Essen, die Landschaften, die Kultur, die Geschichte und die ganzen schönen Menschen sind einfach traumhaft…
Ich komme wieder oder bleib halt gleich hier wenn der Flieger eh nicht geht 😉 

Tel Aviv und Jersualem No-2

In Tel Aviv angekommen freuten wir uns auf unser Hostel direkt am Strand. Jedoch nach dem Einchecken, als wir in unser Zimmer gekommen sind, kam das böse Erwachen. Unser Zimmer war nicht nur super klein und eng, sondern die komplette vordere Seite, der Vorhang und Teile meines Bettes waren verschimmelt.Nach einigem Hin und Her durften wir dann für eine Nacht das Zimmer wechseln und das Schimmelzimmer, welches wir liebevoll ‚Loch‘ nannten wurde am nächsten Tag für uns komplett gereinigt und der Schimmel zumindest oberflächlich beseitigt.Ansonsten war das Hostel bereits sehr in die Jahre gekommen, allerdings punktete es durch die mega tolle Dachterasse mit direktem Meerblick.


Am ersten Tag in Tel Aviv schlenderten wir durch die Altstadt, fanden endlich das Florentiner Viertel, welches ich beim letzten Mal nicht gefunden hatte. Das Viertel ist voller Streetart,  wir haben einfach die wundervolle Stadt und dessen Flair genossen. Für den Abend hatten wir in einem Restaurant in der Altstadt einen Tisch reserviert, gingen danach noch kurz zu der Bar in der ich letztes Jahr bereits ins neue Jahr gefeiert hatte, entschieden uns aber spontan doch zurück zum Hostel zu gehen.Dort war auf der Dachterasse relativ viel los und gute Stimmung, kurz vor Mitternacht sind wir allerdings an den Strand und somit quasi im Sand ins Jahr 2019 gestartet… Einen entspannteren Start ins neue Jahr hätte es kaum geben können.

Streetart im Florentiner Viertel


Am nächsten Tag liehen wir uns Räder, radelten die Beachfront hoch zum neuen Hafen und chillten danach noch ein paar Stunden am Strand, bevor wir zurück nach Jerusalem aufbrachen.


Zurück in Jerusalem, stand außer dem Tempelberg und dem Mahane Yehuda Markt nicht mehr so viel auf dem Plan.Über den Markt schlenderten wir gleich morgens und liefen anschließend wieder gemütlich durch die Altstadt Richtung Tempelberg, welcher ja nur zu gewissen Zeiten für ‚Nichtmoslems‘ begehbar ist. Den Eingang hierfür zu finden, gestaltete sich auch etwas schwierig, da uns gefühlt jeder in eine andere Richtung schickte. Falls Du mal in Jerusalem sein solltest- es ist der Holzsteg neben der Klagemauer ;).Danach ging jeder ein bisschen für sich durch die Altstadt, ich lies mich treiben, bummelte durch Gassen, trank leckere frische Fruchtsäfte und genoss einfach den Flair der dort einfach unumstritten wundervoll ist.Zurück in unserem ebenfalls wundervollen Apartment trafen wir uns alle wieder und gingen zum Ausklang des Abends nochmal auf den Mahane Yehuda Markt.

Kapstadt, Township die 2., Robben Island und der Signal Hill

Normalerweise bin ich ja kein Fan von geführten Touren und kompakt Touri Angeboten, jedoch haben wir aufgrund Zeitmangel und Faulheit ein genau solches in Kapstadt gebucht.

Wie erwartet war es anders wie gebucht, aber fangen wir mal von vorne an.

Wir wurden morgens pünktlich mit einem Kleinbus abgeholt und führen als erstes ins District Six Museum.

Distric Six war ein Bezirk in Kapstadt, welcher vorwiegend von freigelassenen Sklaven, Händlern, Künstlern, Arbeitern und Immigraten bewohnt worden ist.

Der Bereich wurde in den 60’ger Jahren gewaltsam geräumt und abgerissen um Wohnraum für ‚Weiße‘ zu schaffen.

Danach ging es in ein Township, am Anfang in ein dortiges Kulturcenter, in dem uns in verschiedenen Werkstädten Kunst und die Herstellung von Kunst gezeigt worden ist.

Danach ging es richtig rein ins Township, welches nicht zur vergleichen war mit dem Township in Knysna.

Es war viel dreckiger, ärmer und echt erschreckender.

Wir waren in einem Haus, in dem sich 20 Leute ein ca 20qm Zimmer teilen…

Wir wurden natürlich auch wie immer nonstop angebettelt, und haben unsere letzten Lebensmittel verteilt.

In Kapstadt gibt es Townships da geht nicht mal die Polizei freiwillig rein, also waren wir wieder in einem ‚relativ‘ sicherem, jedoch auch hier war irgendwie eine Anspannung zu spüren, in das Township wäre ich auf keine Fall alleine gegangen.

Nach dem Township ging es zum Hafen und auf die Fähre nach Robben Island.

Robben Island ist eine Insel vor Kapstadt, welche viele Jahre als Gefängnisinsel genutzt worden ist, auf der Nelson Mandela fast zwei Jahrzehnte eine vier qm Zelle bewohnte.

Die Überfahrt an sich war schon toll, die Sicht auf Kapstadt vom Meer aus war Mega.

Auf Robben Island angekommen würden wir auf Busse verteilt und über die Insel gefahren, der spannendste Teil war dann als wir den Gefängnistrakt von einem ehemaligen Häftling gezeigt bekamen.

Er erzählte uns viel über das Leben im Gefängnis, über Hungerstreiks um Betten zu bekommen, über die Angst das das Essen vergiftet sein könnte bis hin zu wie heimlich Nachrichten zwischen den unterschiedlichen Trakten getauscht worden sind.

Es war alles sehr interessant und ein wichtiges Stück der südafrikanischen Geschichte.

Erschreckend fand ich jedoch den Gedanken, dass die Gefängnisinsassen mehr (Wohn)-Komfort hatten wie manche Bewohner der Townships dies heute noch haben…

Man merkte unserem Reiseführer wie seine Gedanken während er erzählte immer wieder in die Vergangenheit abdriftetet und man sah ihm an, wie das Leben ihn gezeichnet hatte…

Abends sind wir noch auf den Signal Hill gefahren und haben wunderschöne Ausblicke genießen dürfen auf Kapstadt und Umgebung.

Am nächsten und letzten Tag haben wir klassisch Touri kram gemacht, sind mit den Hop on off Bussen gefühlt 3 mal durch Kapstadt und Umgebung gefahren und haben uns nochmal einen ganz guten Eindruck der City verschafft…

Man hätte in den Tagen sicherlich auch noch viel mehr machen können, angefangen von Abends mal essen gehen oder allgemein weniger im Hotel rumhängenden, aber das gilt eigentlich für die komplette Reise 😉

Abschließend kann ich sagen, das Südafrika ein wunderbares Land, mit einer traurigen Geschichte, wunderschönen Landschaften, tollen Tieren und einer Gastfreundschaft ist welche ich selbst erlebt habe!

Ich komme sicher irgendwann wieder…

Oudtshoorn, Hermanus, Stellenbosch und der Start in Kapstadt

Nach dem beeindruckenden Tag im Township kann eigentlich nicht mehr viel kommen, dachte ich. Wir sind dann nach Outsdoorn gefahren über den Swartenberg Pass (tolle Aussichten!) eine Stadt die bekannt ist für Ihre Straußenfarmen. Geplant war auch kurzzeitig sich ich eine solche anzuschauen, jedoch wurde uns vor Ort recht schnell klar das dies Tierquälerei ist und wir sind wieder gefahren.

Die Tiere waren ziemlich heruntergekommen und total zerrupft, teilweise hatten sie keine Flügel mehr. Und sahen eben nicht nach glücklichen Tieren aus.

Wirklich viel mit Umgebung erkunden war dann nicht, da leider Brände die Umgebung beherrschten und wir komplett eingenebelt waren.

So haben wir denn Rest vom Tag leider im Hotel verbringen müssen.

Am nächsten morgen sind wir ganz früh los nach Kapstadt, unterwegs wollten wir noch Hermanus was für seine Wale bekannt ist und Stellenbosch welches ein Weinanbaugebiete ist anschauen bzw. besuchen.

Auch wenn wir nur kurz in Hermanus waren war ich beeindruckt, die Stadt wirkt sehr gemütlich auf den ersten Blick, wunderschön war die Strandpromenade und die Klippen von denen man Wale beobachten konnte, waren sogar welche da!

Danach sind wir nach Stellenbosch gefahren, die Region um Stellenbosch ist bekannt für den Weinanbau, und wir waren auf der Suche nach klassischen,romantischen Weingütern mit langen Auffahrten und tollen Häusern, war aber nicht.

Wir haben das Weingut Lanzerac besucht und hier auch probiert und gekauft, und sicherlich war dies ein wunderschönes Weingut, aber irgendwie nicht das Postkartenmotiv wie wir es uns erhofft hatten.

Dann sind wir endlich nach Kapstadt aufgebrochen und haben unsere Tage in Kapstadt am blouberg Strand begonnen, was soll ich sagen? Ein wunderschöner kilometerlanger fast weißer Sandstrand, Türkises Wasser um als Panorama der Tafelberg, Hammer!

Danach sind wir noch kurz zur Waterfront und dann in unser Appartment.

Von diesem waren wir etwas enttäuscht, es war nicht schlecht aber irgendwie nicht das was wir erwarte haben, lediglich der Ausblick war Mega 🙂

Für den nächsten Tag war morgens eigentlich der Tafelberg geplant, da dieser aber Mega im Nebel stand sind wir erstmal Richtung Kap gefahren.

Unterwegs haben wir natürlich am Boulders Beach an gehalten um die Pinguine zu bestaunen, erschrocken wahren wir hier er über den hohen Eintrittspreis von über 10 Euro, dafür das wir uns frei lebende Pinguine anschauen!?!

Ok die Pinguine waren süß und es hat mega Spaß gemacht sie zu beobachten, trotzdem etwas viel Eintritt.

Danach sind wir weiter zum Kap der guten Hoffnung gefahren, auch hier wieder mal Eintritt der unverhältnismäßig war, aber man ist ja nur einmal dort…

Das Kap an sich ist ein Nationalpark in dem man auch hätte sicherlich ganz toll wandern gehen können, hierfür uns aber leider die Zeit.

Wir haben das Kap und ein paar Aussichtspunkte besucht, war ganz toll landschaftlich aber hat mich jetzt auch nicht um gehauen.

Ich denke die vielen anderen Touristen haben hier er die Atmosphäre kaputt gemacht, wobei wir noch Glück hatten, als wir wieder zurück nach Kapstadt gefahren sind sind uns unzählige Busse entgegen gekommen… Also falls ihr mal zum Kap fahren wollt‘ macht dies ganz früh!

Dann stand endlich der Tafelberg auf dem Plan, wir hatten Glück es war nichts los.

Da ich jedoch eine Memme bin bin ich trotz gekauftem Ticket nicht in die Gondel eingestiegen…

Es war mir einfach zu hoch und zu steil…

Nach dem Tafelberg sind wir zum Camps Bay Beach gefahren wo ich ein bisschen spazieren gegangen bin und einen der schönsten stadwtstrände den ich je gesehen habe bestaunen konnte…

Wie es in Kapstadt weiterging gibts im nächsten Beitrag 🙂